Warum Kinder Spielen

Spielen ist mehr als ein lustiger Zeitvertreib.

Viel mehr: Spielen ist DIE fundamentale Lernfunktion des Menschen!

...und wer eine ordentliche Arbeit machen soll, der braucht auch ordentliches Material dafür.

Wir haben PESTAS gemeinsam mit vielen Kindern entwickelt und dabei gelernt worauf es ankommt, damit Spielzeug zu richtig gutem Arbeitsmaterial wird.

Es ist auch eine Frage des Respektes, unseren Kindern Spielzeug zu geben, das auch wirklich funktioniert.

Zwei Kinder bauen sehr konzentriert eine PESTAS-Dominobahn.

Beim Spiel werden all jene Gehirnbereiche besonders aktiviert, die uns bei der Bewältigung der Aufgabe helfen. Wenn etwas gelingt, werden neuroplastische Botenstoffe freigesetzt, die die beteiligten Bereiche stärken und festigen (=lernen!) – und gleichzeitig Freude und Begeisterung auslösen.*

Und mit dieser Begeisterung gehts gleich weiter zur nächsten, etwas schwierigeren Herausforderung...


Spielen ist also der geheime Trick der Natur, der Kinder (und auch Erwachsene) immer weiter lernen lässt.

Dabei wird das Erlernte um so besser im Gehirn verankert, je mehr Gehirnregionen daran beteiligt sind und je größer der Spaß ist, den wir dabei haben.

Damit dieses natürliche Lernen am besten gelingt

Zwei achtjährige Mädchen bauen am Wohnzimmerboden Spiralen aus PESTAS Dominosteinen und betrachen gerade sher konzentreiert einen grünen PESTAS-Stein.

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* diese Aussagen sind vereinfachte Zusammenfassungen aus verschiedenen neurobiologischen und pädagogischen Veröffentlichungen. Wichtigste Quellen und Zitate:
Gerald Hüther, Christoph Quarch (2016): Rettet das Spiel,

"Im Spiel kommt es zu einer verstärkten Aktivierung all jener neuronalen Netzwerke, die gebraucht werden, um die jeweiligen Herausforderungen zu meistern. … Genau das ist die entscheidende Voraussetzung dafür, dass wir durch neuartige Verknüpfungen der in diesen regionalen Netzwerken verankerten Wissensinhalte neue kreative Einfälle und Ideen entwickeln können. Schließlich lässt sich bei jeder gut bewältigten Aufgabe auch noch beobachten, dass bestimmte Neuronenverbände im Mittelhirn, die als »Belohnungszentren« bezeichnet werden, verstärkt zu feuern beginnen. Das damit einhergehende Gefühl erleben wir als Freude, als Lust, als Begeisterung."

Julia Höke (2011): Die Bedeutung des Spiels für die kognitive Entwicklung.

"Wann lernt das Kind am besten? Drei zentrale Momente sind wichtig für erfolgreiches Lernen – in jedem Alter:

1. Erleben von Autonomie
„Ich darf etwas tun“ ist eine Erfahrung, die Kinder leider viel zu selten machen. Aus Angst, dass sich Kinder verletzen, aus Ungeduld, weil Kinder für Tätigkeiten länger brauchen oder aus Unverständnis, weil nicht erkannt wird, warum ein Thema gerade für ein Kind von Bedeutung ist, werden Kinder schon frühzeitig reglementiert und ihnen werden Tätigkeiten abgenommen. Das Erleben der eigenen Aktivität und deren Wirkung ist aber zentral für die eigene Lernmotivation.....

2. Erleben von Kompetenz
„Ich kann etwas tun“ ist ebenfalls eine Erfahrung, die zentral ist für erfolgreiches Lernen ... Wichtig für das Erleben von Kompetenz ist auch das Meistern von Herausforderungen: Kinder erleben sich als kompetent, wenn sie eine Anforderung bewältigen, nicht wenn sie etwas tun, von dem sie bereits wissen, dass sie es können. Eine Herausforderung ist die optimale Balance zwischen den vorhande­nen Fähigkeiten und den gestellten Anforderungen. Diese sollten im Idealfall ein wenig höher sein als die bereits vorhandenen Fähigkeiten; wenn sie zu hoch sind, entsteht das Gefühl der Überforderung. Liegen die Anforderungen dagegen un­ter den Fähigkeiten, entsteht Langeweile. Im freien Spiel suchen sich Kinder meist ganz automatisch Aufgaben, die sie als herausfordernd empfinden.

3. Erleben von Angenommensein
„Ich werde wahrgenommen, ich fühle mich angenommen“ als Grunderfahrung des Kindes bildet die Basis für Explorationsverhalten. Nur wenn ich mich an einem Ort, bei einer Person sicher und geborgen fühle, kann ich mich neuen Dingen, Orten oder Personen zuwenden und auf sie zugehen. Im Fall eines Misserfolgs habe ich dann einen Ort, eine Person, zu der ich zurückkehren kann. Sich wohlfühlen ist ein Grundbedürfnis des Kindes, welches gesichert sein muss, bevor Lernen überhaupt möglich ist."

Ganzer Artikel verfügbar unter: https://www.kita-fachtexte.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/KiTaFT_Hoeke_2011.pdf

Gerald Hüther in Welt am Sonntag (2011)

"Und immer dann, wenn man sich so richtig für etwas begeistert, wenn es einem unter die Haut geht und man etwas besonders gut hinbekommen hat, wird im Mittelhirn eine Gruppe von Nervenzellen erregt. Die schütten dann an den Enden ihrer langen Fortsätze einen Cocktail neuroplastischer Botenstoffe aus. Zum Leidwesen aller tapferen Pflichterfüller passiert das nie im Routinebetrieb des Gehirns, wenn man all das abarbeitet, was anliegt, sondern nur in diesem wunderbaren Zustand der Begeisterung. Die bekanntesten dieser neuroplastischen Botenstoffe heißen Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin, auch Peptide wie Endorphine und Enkephaline gehören dazu. Sie alle lösen auf die eine oder andere Weise in nachgeschalteten Nervenzellen eine rezeptorvermittelte Signaltransduktionskaskade aus. All jene neuronalen Netzwerke werden ausgebaut und verstärkt, die im Hirn aktiviert worden waren, um genau das zustande zu bringen, was der betreffenden Person ganz besonders am Herzen lag."
https://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article13313628/Duenger-fuers-Hirn.html